Sunset, 04.09.25

In den routinierten Ritualen des natürlichen Rhythmus sich einzufinden dient als Quelle eines durch die Natur vorgegebenen Einklangs. Ein schöner Ort, der Möglichkeiten auch zum inneren Spiegeln bietet, einer der zahlreichen Fragen, Rätsel, Wendungen. Findet manch einer hier Entwirrung, stellt sich für andere die Chance zur Einkehr dar, für die nächsten wiederum scheint es das Ziel mancher sturmgepeitschter Entdeckungsreisen zu sein.

 

Tastet sich der Blick über die Felsen, hingeworfen wie Murmeln, über die nach den letzten Feuern übriggebliebenen oder auch nachgewachsenen Sträucher und Bäume und über vereinzelte Steinhäuser, teils Ruinen, teils erneuert, mal mit, mal ohne Dach, folgt der Blick in sein Inneres, stolpert über manches Ungelöste, stößt gegen manches Verhärtete, kämpft sich durch manches Morastige, um letztendlich doch an der Erkenntnis herumzumeißeln, dass es gut war, ist, werden wird, was wie die hiesigen Täler und Hügel sich als Boden für die eigenen Lebenspfade bietet, die sich manchmal verzweigt schlängelnd, manchmal doch auch übersichtlich geradeaus, als Grundlage des eigenen Handelns Halt gebend entlangschlängelt. Gilt es doch, zuzulassen manche Begrenzung, doch die Entwicklung, die Schöpfung, die Kraft, die als Grundlage des vorhandenes Glücks nährt. 

Geerdet kann man sich hier einfinden, im Prozess der eigenen Festigkeit, sich öffnen, sich freimachen von Destruktionen, sich träumend treiben zu lassen. Auch hier im sich bewusst Machen der Kraftgebenden und Sinnspendenden Strukturen, in denen zu leben es in den letzten Jahren mein Glück war. 

So wie es auch aus diesem Tal viele Auswege gibt, gibt es auch aus den eigenen Tälern immer einen Weg nach oben. Auch wenn mancher Anstieg mühsam ist.


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