Lagoa, in der Algarve, 24.10.25

Im tiefen Süden des wunderschönen Landes zeigt sich Portugal nochmal von einer anderen Seite. Die oft wahrgenommen Ursprünglichkeit, alltägliche Normalität, teilweise Armut, weicht dem touristischen Bild mit einer spürbaren und offensichtlichen Kluft zwischen arm und reich.

Es bietet sich teilweise ein Bild einer selbstverliebten Normalität. Während es bisher immer wieder wechselhafte Bilder gab zwischen dem, was für manche ärmliche Realität, und dem, was für andere ein gewisses Maß an Wohlstand war, wird hier nun eine Seite zur Schau gestellt, die inmitten all der Villen, Luxus-Resorts und Golfclubs keinen Platz mehr für romantische und genuine Authentizität hat.

Als wäre die wundervolle beeindruckende Schönheit der südlichen Küste mit den ockerfarbenen Steilklippen und den wellenumspülten Strandbuchten nur für den Teil der zahlenden Touristen reserviert. Was auf der einen Seite – wie oft in solchen Zusammenhängen – für viele hier lebenden Menschen eine wichtige Einnahmequelle, die Grundlage einer gesicherten Existenz, das tägliche Brot bedeutet, wirkt ausschließend, teilweise protzig, im Sommer sicher überlaufen.

 

Trotzdem schön in der Beobachtung der Naturschauspiele, wieder tosende Brandung an Klippen, eine langgezogene ockerfarbene Küstenlinie durchsetzt mit kleinen einladenden Sandbuchten, Höhlen, aber auch Hotelanlagen, Feriendomizilen, Tourismuseinrichtungen.   


Kommentar schreiben

Kommentare: 0