Nun, da habe ich heute also meine zehn Schubkarren Pferdemistkompost zum Hochbeet gefahren, unermüdlich über den morastigen Boden, zwischen den Pfützen hindurch, Schaufel für Schaufel das Beet füllend. Und nicht, dass der Komposthaufen direkt neben dem Hochbeet wäre, nein, da geht es schon fast über das halbe Grundstück, vorbei an den offenen Duschen, der offenen Küche, den Feuerstellen, den Hühnern. Unerschrocken trotze ich natürlich dem stürmischen Wind, piratengleich vorwärts preschend. Tapfer, emsig, furchtlos, nur von Wind und Regen bedroht.
Apropos Regen, davon haben wir diese Tage genug, nasskalt könnte es werden, hätten wir die Heizung nicht, so ist es eben nur nass. Aber man gewöhnt sich auch an die Wäscheleine, die kreuz und quer im Wohnwagen gespannt werden musste, um die frisch gewaschene Wäsche zu trocknen, die nun eben auch über dem Esstisch ihren Platz findet.
Dafür hatten wir jedoch das vergangene Wochenende ausreichend wolken- und regenlose Zeit, um das nächtliche Himmelsspektakel der Geminiden zu beobachten. Sternschnuppen im Minutentakt, himmelsferne Lichtblitze, um zu erden, staunen, sich erfreuen. Zum Glück gibt es in der Nähe nicht viele Lichtquellen, die dem wolkenlosen Himmel die Schwärze nehmen, das Feuer, das wir in der großen Tonne nach langen Kampf gegen die Nässe des Brennholzes entfachen konnten, war als Licht- und Gemütlichkeitsquelle atmosphärisch und ausreichend.
Sternschnuppen und Pferdemist, beides für sich auf die eigene Art wertvoll und wichtig, wenn auch unterschiedlich funkelnd, sprudelnd, nähernd.



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