Unterwegs durch sonnenbeschienenes Hinterland auf der Suche nach den Mandelblüten. Farbenfrohes Spiel der grünen Gärten und Wiesen, durchspickt mit roten und purpurnen Blüten oder gelben und orangen Zitrusbäumen, ein buntes Schauspiel der Natur. Doch schien die Hauptblüte zum großen Teil wohl schon vorbei, lange mussten wir suchen und waren dann froh, doch noch Baumfelder mit weißen und rosa Blüten gefunden zu haben. Gegen Ende unserer Zeit auf der Elsewhere-Farm erleben wir weitere Wechsel der Volunteers-Besetzung, es gestaltet sich das Miteinander harmonisch, unterschiedliche Quasselstrippigkeit und Arbeitszeitgestaltung mit unterschiedlichen Ansprüchen an Tätigkeiten oder Socialising. Unsere persönliche kurz- und mittelfristige Perspektive ist vorerst geklärt, für die kommenden Monate konnten wir drei unterschiedliche Farmen mit unterschiedlichen Inhalten und Ansprüchen organisieren, so ist zumindest die überschaubare Zeit des Frühlings und Sommeranfangs geklärt.
Darüber hinaus? Mal schauen.
Die ersten sechs, sieben Monate, reise- und arbeitsfreudig, liegen hinter uns, weitere erwartungsvoll noch vor uns.
Wohin es uns letztendlich führt? Mal schauen.
Vielleicht kommt ja noch die eine tosende Welle des Atlantiks, die eine Antwort bringt, vielleicht kommt ja noch die eine Windböe, die uns ins Ohr flüstert, wohin das Sein sich noch wenden wird.
Mal schauen.
Das Holzhaus steht, weeding, spraying, nursering, wooding, sind an Arbeitsnotwendigkeit scheinbar unerschöpflich. Aber deswegen sind wir ja hier.
Bestimmt durch den Rhythmus der Gezeiten des Ozeans, bestimmt durch die Notwendigkeiten der Natur gestalten wir die Arbeit. In sich tragend, in sich erfüllend, begegnen uns die Visionen der sogenannten Expets unterschiedlicher Herkunftsländer. Aktuell leben und arbeiten wir bei Italienern, es erwarten uns Deutsche, Dänen, Franzosen, Holländer. Portugiesen gibt es hier auch, wir haben schon welche getroffen. Ein Land, dessen Bewohner sich nicht nur selbst in alle Herren Länder aufgemacht haben, sondern jetzt auch Heimat bietet für internationales Suchen, Wirken, Versuchen, Finden oder Scheitern.
Während andernorts auf der Welt ausgegrenzt, abgewertet und zerstört wird, zeigt ein buntes Miteinander, dass Gemeinsamkeit, Community und Offenheit auch über Grenzen oder Sprachbarrieren möglich sind.
Die Mandelblüte haben wir also doch noch gefunden, alles andere wird sich auch noch finden.



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