Die Temperaturen kämpfen sich Tag für Tag stetig nach oben, das Auto kämpft sich durch dutzende Schlaglöcher auf dem Zufahrtsweg zu unserem Grundstück, ich kämpfe mich Meter für Meter mit dem Rasentrimmer durch nach den Regenfällen oft hüfthohe Wiesen. Was sich vielleicht etwas drakonisch anhört geschieht jedoch in einer der friedvollsten Umgebungen, die man sich hier vorstellen kann. Inmitten der Stille des Tales, dem Quaken der Frösche, dem Gesang der Vogel oder dem Summen und Zirpen aus allen Bäumen und Gräsern genießen wir mal ruhige, mal betriebsame Stunden in einer vollkommen freien selbständigen Arbeits- und Zeiteinteilung.
Nachts bietet sich ein zumeist ungetrübter Blick auf den Sternenhimmel, wenige Tage vor Vollmond wirkt es beinahe schon hell, dennoch klar und weit.
Gerne haben wir von drei auf vier Wochen verlängert, gerne erkunden wir die anliegenden Strände, die mittlerweile sonnen- aber immer noch windreich eine Ahnung des bevorstehenden Frühlings heranwehen. Glitzer am Abend, tagsüber abwechslungsreiche Blautöne in allen Schattierungen, Sonne und Wind in trauter Eintracht auf der Haut…
Wie sagte Kerstin kürzlich? „Das Glück in Tüten!“
Ein Ort der Zurückgezogenheit, aber auch ein Ort des Miteinanders mit der Natur, der anfallenden Arbeiten, des Ausblicks auf die kommenden Zeiten, teilweise mit paradiesischen Eindrücken, teilweise mit Blick auf existenzielle Fragen. Im Einklang mit allen Schattierungen des Daseins.



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