Es sind die vereinzelten Ausnahmen, die die Regel bestätigen, die der Meinung sind, das Casa no Campo sei zu abgeschieden. Die überwiegende Mehrheit der Kommentare lauete, „welch ein Paradies“, ich verstehe, dass ihr so lange hier bleibt“, so eine angenehme Atmosphäre“, „welch eine himmlische Ruhe“, „was für ein toller Ort“.
Die ungebändigte Naturgewalt des Atlantiks bringt der Wind aus der Weite, das Donnern der Wellen ist oft aus der Ferne zu hören, manche kühlende Brise sorgt für Erfrischung bei aufkommenden Hitzewellen.
Hier folgt man eigenen Regeln, Pläne werden oft geschmiedet und genauso oft wieder der Tagesaktualität angepasst, um sich dem anzugleichen, was im Moment dringender erscheint, Prioritäten können sich täglich verschieben, und dennoch ist keinerlei Stillstand und es geht stetig voran.
Wir konnten den verwilderten Garten wieder zum Blühen bringen, ob Zucchini, Gurken, Tomaten oder Wassermelonen, ob Paprika, Auberginen, Zwiebeln oder (Süß-) Kartoffeln, alles gedeiht prächtig, kann teilweise schon in voller Pracht geerntet werden oder kündigt sich verheißungsvoll an.
Renovierungsarbeiten oder Verschönerungsprojekte gehen voran, Verbesserungen sind sichtbar, Fortschritte werden bemert.
Eine Gelassenheit, die sich hoffentlich auch im Inneren niederschlägt, die Tage verlaufen entspannt, wenn auch durch äußere und innere Prozesse beeinflusst, es gilt, anzunehmen, dass das eigene Sein einen Rhythmus benötigt, der friedvoll, gelassen und annehmend klingt. Was geht nahe, was scheint fern, im hiesigen Sein gilt es, die eigene Strahlkraft am Glühen zu halten, so wie die in der Ferne untergehende Sonne, die den abendlichen Himmel über diesem einzigartigen Ort erglühen lässt.


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